NicaNotes ist ein Blog für Menschen, die zu Nicaragua arbeiten und/oder an Nicaragua interessiert sind, veröffentlicht vom NicaNotes (USA), einem Projekt der Allianz für globale Gerechtigkeit (AfGJ). Hier werden Nachrichten und Analysen aus dem Kontext der langen Geschichte des Nicaragua-Netzwerks in Solidarität mit der Sandinistischen Revolution veröffentlicht.
Deutsche Übersetzung Nicaragua-Forum HD e.V. - Das Nicaragua-Forum HD besteht aus Menschen mit unterschiedlichen Positionen zu den aktuellen Entwicklungen in Nicaragua. Deshalb geben die übersetzten Artikel natürlich auch nicht die Meinung aller Mitglieder wieder.
Ausgabe vom 09-04-2026
.Sägemehl, Gesang im Sonnenaufgang und Solidarität: Die Karwoche in Nicaragua
NicaNotes
Von Becca Renk Foster(Becca Renk Foster stammt ursprünglich aus Idaho, USA. Seit 25 Jahren lebt und arbeitet sie im Bereich der nachhaltigen Gemeindeentwicklung in Nicaragua. Sie koordiniert die Arbeit der Casa Benjamín Linder in Managua und ist Mitglied der Nicaragua Solidarity Coalition.)

Während der Karwoche fanden überall in Nicaragua Prozessionen statt. Am Palmsonntag ritt im Stadtteil Sutiaba in León die Jesusfigur mit Cowboyhut auf einem echten Maultier. (Foto: Facebook-Seite von „La Primerisima“)
„Ich mag die Musik nicht“, flüstert mir meine Tochter zu.
Plötzlich ertönt ein Beckenschlag, gefolgt von Tuba und Posaunen, die einen Todesmarsch intonieren. Ich spähe durch den Weihrauch, um die langsamen Bewegungen der Männer zu erkennen, die eine unvorstellbar schwere Bahre tragen, auf der das Bild des gekreuzigten Christus ruht. Es ist Karfreitag, und wir beobachten die Heilige Beisetzung in der Kathedrale von León.
„Das soll dir auch gar nicht gefallen“, sage ich zu ihr. „Jesus ist tot, das ist seine Beerdigung. Die Musik soll dich mit Furcht und Traurigkeit erfüllen.“
In Nicaragua, einem kleinen Land, das viel Leid erfahren hat, kommt der Karwoche eine besondere Bedeutung zu. Jahrhunderte der Kolonialisierung und Invasionen, 50.000 Tote durch eine grausame Diktatur, weitere 50.000 Tote durch einen Stellvertreterkrieg der USA und Generationen von lähmender Armut haben ihre Spuren hinterlassen. Vor diesem Hintergrund hat das Gedenken an das Leiden Jesu für die Nicaraguaner, von denen die Mehrheit Christen sind, eine große Bedeutung.
Obwohl Nicaragua schreckliche Not erdulden musste, hat das Land überlebt und blüht sogar auf. Heute hat der Zugang zu kostenloser Gesundheitsversorgung die Lebenserwartung erhöht, kostenlose Bildung hat neue Möglichkeiten geschaffen, die Wirtschaft wächst und im Land herrscht Frieden. Die Auferstehung Christi ist ein kraftvolles Symbol der Hoffnung, und dieses widerstandsfähige Land identifiziert sich stark damit.
Perverse AnschuldigungenVielleicht ist dies der Grund, warum die haltlosen Anschuldigungen der religiösen Unterdrückung durch den stellvertretenden US-Außenminister Christopher Landau hier ins Leere gelaufen sind. Am 31. März schrieb Landau auf X:
„Auch in diesem Jahr verweigert die Diktatur von Ortega und Murillo den Nicaraguanern erneut das Recht, ihren Glauben auf diese Weise zu bekennen, indem sie solche öffentlichen Prozessionen verbietet. Nicaragua war in der Vergangenheit Schauplatz einiger der schönsten und berühmtesten Prozessionen der Region (zum Beispiel in Granada und León), und ich freue mich auf den Tag, an dem unsere nicaraguanischen Freunde ihre Religionsfreiheit zurückerlangen.“
Als Reaktion darauf veröffentlichte die nicaraguanische Regierung eine Erklärung, in der sie Landaus Äußerungen als Teil einer politisch motivierten Desinformationskampagne anprangerte, die Hass schüre.
„Diese perversen Anschuldigungen“, so die Erklärung weiter, seien „Anschuldigungen, die jeder Mensch, ob Nicaraguaner oder nicht, anhand der Realitäten unseres Landes und unseres frommen, gläubigen und treuen Volkes widerlegen kann.“
Wer Augen hat, der seheNicaraguas Religionsfreiheit war in dieser Woche in der Tat kaum zu übersehen. Als meine Familie und ich durch das Land reisten, waren die Zeichen überall zu sehen.
Während Protestanten ausgelassene Pfingstgesangsveranstaltungen, Gebetstreffen und Erweckungsversammlungen abhielten, veranstalteten Katholiken zu jedem Anlass eine Prozession. Am Palmsonntag in León ritt das Bildnis Jesu mit Cowboyhut auf einem echten Maultier; Boote beförderten die Gläubigen beim Wasser- Kreuzweg in den Isletas von Granada; junge Männer hüllten ihre Köpfe in Tücher für die Prozession der verhüllten Gesichter in Ometepe; am Gründonnerstag trugen Bauern Opfergaben aus Blumen, Früchten und Hühnern in Masaya und Diriá; und am Freitag hielten Gemeindemitglieder einen Gottesdienst auf dem Friedhof in Bilwi ab. Insgesamt wurden während der Karwoche 4.139 religiöse Veranstaltungen unter Beteiligung von einer Million Nicaraguanern gefeiert.
In seiner Ansprache vor 150 Priestern, die sich am Gründonnerstag in Managua zur Chrismamesse versammelt hatten, äußerte sich Kardinal Leopoldo Brenes zur Beteiligung der Gläubigen.
„Die Menschen konnten mit voller Großzügigkeit und Freiheit in ihre Kirchen kommen und leben ihren Glauben, was meiner Meinung nach das Wichtigste ist.“

In San Sebastián de Yali im Departement Jinotega beginnt eine Kreuzwegprozession am Karfreitag. (Foto: Radio La Primerisima)
Solch zahlreiche Beweise widerlegen mühelos Landaus schwachen Versuch, die nicaraguanische Regierung bei der internationalen christlichen Gemeinschaft in Verruf zu bringen. Diese Angriffe sind nicht neu: Seit dem gescheiterten, von den USA angeführten Putschversuch im Jahr 2018 haben frustrierte Putschisten versucht, internationale Empörung zu schüren, indem sie in regelmäßigen Abständen Vorwürfe religiöser Verfolgung vorbrachten.
Diese Anschuldigungen scheinen ausschließlich auf der Arbeit einer einzigen Person zu beruhen, Martha Patricia Molina, die 2022 einen Bericht veröffentlichte, in dem angebliche Fälle von Verfolgung der katholischen Kirche in Nicaragua dokumentiert wurden.
Dieser Bericht, der sich größtenteils auf Facebook-Beiträge und Molina selbst als Quellen stützt, wird nun jährlich neu veröffentlicht, wobei Molina aus ihrem selbstgewählten Exil in Texas einige Dutzend weitere Fälle von „Verfolgung“ hinzufügt. Bemerkenswert ist, dass dieser Bericht in der Regel der einzige „Beweis“ ist, den internationale Medien anführen, um Vorwürfe religiöser Unterdrückung zu untermauern.
Warum wird dieses fehlerhafte Dokument so häufig zitiert? Ein Hinweis könnte darin liegen, dass Molina im Jahr 2024 die zweifelhafte Ehre zuteilwurde, den International Freedom of Religion Award vom US-Außenministerium zu erhalten.
„Wie immer gibt es Pharisäer, die ausländischen Interessen dienen“, heißt es in der Erklärung der nicaraguanischen Regierung, „Fälschungen, die niemals wahre Hirten waren und auch nie Werte wie Brüderlichkeit oder das Gemeinwohl gefördert haben, die diese komplexe Welt so dringend benötigt.“
Alfombras in SutiabaAm Karfreitag verbrachten meine Familie und ich mehrere Stunden damit, eine der angeblich „verbotenen“ Aktivitäten in León zu genießen: die traditionellen Sägemehlbilder. Seit Jahrzehnten fertigen Familien aufwendige „Passionsteppiche“ auf den Straßen des Barrio Sutiaba in León an.
Ich spreche mit dem 48-jährigen Edwin Crespín, während er mit seiner Großfamilie mitten auf der Straße an einem Sägemehlbild von Christus arbeitet.
„Ich mache das schon seit meinem 14. Lebensjahr“, erzählt mir Crespín. „Ich werde es weiterhin tun, weil wir unsere Traditionen schätzen. Ich entwerfe das Motiv und drucke es aus, dann färben wir das Sägemehl mit Schuhlederfarbe ein und gestalten das Bild.“
Weiter oben in der Straße verfolgt die Künstlergruppe „Von Sutiaba für die Welt“ einen anderen Ansatz: Ihr Entwurf nutzt Maiskörner, Sorghum, Bohnen, Reis und Salz, um ein bewegendes Bild der Passion Jesu zu schaffen. Die jungen Künstler, die nach der Fertigstellung ihres Straßenmosaiks eine Mahlzeit genießen, erklären, dass es ihr Ziel ist, ihre Lebensweise zu bewahren und ihre kulturelle Identität zu erhalten.
Das Leben ist lebenswertAm Ostermorgen geht die Sonne hinter uns auf und taucht den Mangobaum auf dem Kirchhof in ein überirdisches orangefarbenes Licht.
„Weil Er lebt, ist alle Furcht verflogen“, singen die Gemeindemitglieder, „und das Leben ist lebenswert, nur weil Er lebt.“
Meine Familie und ich sind bei einem mehrsprachigen Ostergottesdienst – auf Spanisch, Kreolisch, Englisch und Miskito – in der Moravian Church in Managua. Überall um uns herum sehen wir Zeichen der Auferstehung in der Natur: winzige grüne Blätter beginnen an den trockenen Bäumen zu sprießen, Zugvögel bauen Nester in ihren Ästen, Mangos beginnen sich zu bilden, und Gewitterwolken am Horizont versprechen Regen.
Nach dem Gottesdienst teilen die Gemeindemitglieder ein gemeinsames Frühstück mit Gallo Pinto, heißer Schokolade und traditionellem Frittierbrot und feiern gemeinsam das Leben inmitten all der Schwierigkeiten in der Welt.
Das Wesen des ChristentumsSpäter schließen wir uns der christlichen Basisgemeinde „St. Paul the Apostle“ für die Volksmesse im Barrio 14 de septiembre an.
Nach einer Bibellesung stehen drei Frauen im Kreis auf und lesen laut von gefalteten Zetteln vor.
„An die Frauen im Iran, die ihren eigenen Kreuzweg gehen und dennoch weiterhin das Leben feiern.
„An die Frauen von Gaza, wo die Erde vor Schmerz bebt und das Leben sich dennoch einen Weg durch die Trümmer bahnt.
„An die Frauen von Kuba, die inmitten der Blockade ihre Häuser und Gemeinschaften am Leben erhalten.“
Diese internationalen Bezüge sind eine Anspielung auf die praktische Solidarität, die diese Gemeinschaft das ganze Jahr über zeigt. Vorne in der Kirche hängt anstelle eines Kruzifixes das Foto einer palästinensischen Mutter in einem Keffiyeh, die ihren toten Sohn im Arm hält. Der Altar ächzt unter den Spenden an Medikamenten und Lebensmitteln, die die Gemeinschaft während der Fastenzeit für Kuba gesammelt hat.
„Wir Frauen dieser Erde, wir sind kein Kapitel in der Geschichte der Imperien“, fahren die Frauen fort. „Wir sind die Kontinuität des Lebens, das überlebt hat, als Imperien gefallen sind.“
Diese Frauen und tatsächlich das ganze Land Nicaragua sind die Auferstehung, die der Welt Hoffnung bringt.
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Kurzmeldungen aus Nicaragua vom 09-04-2026
Von Nan McCurdy
.Kardinal Brenes spricht während der Karwoche über Freiheit:
Am Gründonnerstag, dem 2. April, sprach der Kardinal zu Priestern und Bischöfen über die Kirche und die Freiheit in Nicaragua: „Mir wurden einige Fotos zugeschickt, die die Besucherzahlen in euren Kathedralen sowie in euren Pfarreien zeigen. Und was sehen wir hier? Die großartige Arbeit der Priester und dass die Menschen mit voller Großzügigkeit und Freiheit in ihre Kirchen kommen konnten und ihren Glauben leben, was meiner Meinung nach das Wichtigste ist … Als ich die Pfarreien besuchte und 200 oder 300 Menschen sah, die die Kommunion empfingen, fragte ich die Pfarrer: ‚Sind diese Menschen zur Beichte gegangen?‘ ‚Natürlich! Wir haben vier Stunden lang Beichte gehört.“ Ich denke also, dass die Arbeit unserer Priester und auch die Anwesenheit unserer Gläubigen, ihr Vertrauen in ihre Priester und in die Kirche, wirklich wunderbar war. Ich glaube, dass wir heute mit einem Gefühl der großen, großen Stärkung abreisen.“ (El 19, 2. April 2026)
.Start der nationalen Impfkampagne 2026
Die nationale Impfkampagne gegen 18 Krankheiten beginnt am 6. April und endet am 30. April. Co-Präsidentin Rosario Murillo erklärte, dass unter anderem Impfungen gegen Keuchhusten, Masern, Polio, Gelbfieber, COVID-19, Lungenentzündung, Mumps, schwere Rotavirus-Durchfallerkrankungen, Hepatitis B, bakterielle Meningitis, Diphtherie und Tetanus verabreicht werden. Außerdem werden Kindern Vitamin A und Entwurmungsmittel zur Verabreichung bereitgestellt.
[Anmerkung der Redaktion: Die Impfkampagnen begannen 1980 und fanden weltweit Beachtung, da sie einen sehr hohen Prozentsatz der Kinder erreichten. Polio und Masern wurden ausgerottet, und seit vielen Jahren gab es keinen Fall von Gelbfieber mehr. In den letzten Jahren lässt sich ein hoher Prozentsatz der Erwachsenen gegen Grippe, Lungenentzündung und natürlich Covid impfen. Frauen erhalten immer eine Tetanus-Auffrischungsimpfung, wenn sie schwanger werden. Sie können Ihr Baby oder Kind jederzeit zu den öffentlichen Krankenhäusern bringen, von denen es etwa 80 gibt, um es impfen zu lassen. Die Impfkampagne ist jedoch äußerst gut organisiert und im ganzen Land in der Nähe jedes Wohnortes verfügbar. Sie wird von Gesundheitspersonal und Freiwilligen durchgeführt. Ich war in den 80er Jahren Freiwillige in San Juan de Limay und fuhr mit einem Arzt und einer Krankenschwester zu Pferd in die entlegensten Dörfer, wobei wir die Impfstoffe in kleinen Kühlboxen transportierten. Mein Sohn wurde 1988 geboren, und ich konnte zweimal im Jahr um die Ecke gehen, um die entsprechenden Impfungen für ihn zu holen. Die Kampagne war eine der wenigen guten Maßnahmen, die während der neoliberalen Regierungen von April 1990 bis Januar 2007 fortgesetzt wurden, allerdings mit deutlich weniger finanziellen Mitteln, weniger Personal und zeitweise ohne alle Impfstoffe, die in den 80er Jahren zur Verfügung standen. Seit 2007 hat die sandinistische Regierung das Impfangebot erweitert, und die Bevölkerung ist sich der Bedeutung von Impfungen bewusst.] (Facebook-Seite von La Primerisima, 6. April 2026)
.Null-Slippage-Rate verhindert Dollarisierung der Wirtschaft
Die Entscheidung der Zentralbank von Nicaragua, die Wechselkurs-Slippage-Rate des Landes ab 2024 auf null Prozent festzulegen – und diese bis einschließlich 2025 beizubehalten –, hat sich laut dem Jahresbericht der BCN als eine der erfolgreichsten Maßnahmen zur Stärkung der Verwendung des Córdoba und zur Verringerung der finanziellen Dollarisierung des Landes erwiesen. Nach einem schrittweisen Kurs, der 2019 begann – als die Abweichungsrate von 5 % auf 3 % sank, dann 2020 auf 2 % und im Februar 2023 auf 1 % –, legte die BCN im August 2023 eine Null-Prozent-Rate für das gesamte Jahr 2024 fest, eine Politik, die unverändert bis ins Jahr 2025 verlängert wurde.
Diese Politik der „Null-Abwertung“ beendete die erwartete Abwertung des Wechselkurses und sorgte vor dem Hintergrund einer soliden makrofinanziellen Stabilität für eine größere Vorhersehbarkeit des Wechselkurses. Die Ergebnisse sind sichtbar und quantifizierbar. Ende 2025 machten Einlagen in Córdobas 34,5 % der gesamten Einlagen im Finanzsystem aus, was einem Anstieg von 5 Prozentpunkten gegenüber Ende 2019 entspricht. Die Wirksamkeit der Politik der Null-Abwertung lässt sich über mehrere Kanäle erklären. Durch die schrittweise Abschwächung der erwarteten Abwertung wurden die Anreize zur Dollarisierung von Portfolios verringert und die Mechanismen zur Preisindexierung an den Dollar – die dazu beigetragen hatten, die Dollarisierung auf einem hohen Niveau zu halten – geschwächt. Im Jahr 2025 war zudem ein Rückgang der Dollarisierung des Kreditportfolios sowie ein Anstieg der Transaktionen in Landeswährung innerhalb der Zahlungssysteme zu verzeichnen. Für die BCN hat „Zero Slippage“ nicht nur die Präferenz für den Córdoba gestärkt, sondern auch zu einer größeren Unabhängigkeit der inländischen Geldpolitik beigetragen, indem die Anfälligkeit der Wirtschaft gegenüber externen Schocks und Änderungen der US-Geldpolitik verringert wurde. (Informe Pastran, 7. April 2026)
.Neue Fernstraßen haben 500 Jahre Isolation der Karibik durchbrochen
In einem Interview in der Sendung „En Vivo“ von Canal 4 hob der Minister für Verkehr und Infrastruktur, Óscar Mojica, die tiefgreifenden Auswirkungen der Straßen- und Fernstraßeninfrastruktur hervor, die von der sandinistischen Regierung unter der Führung der Ko-Präsidenten Daniel Ortega und Rosario Murillo vorangetrieben wurde. Er betonte, dass asphaltierte Straßen und Fernstraßen zwar nicht der entscheidende Faktor für die Entwicklung seien, aber den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt in allen Bereichen des Landes erheblich erleichtern und dazu beitragen. „Diese Projekte sind 3,7 Millionen Menschen in den 147 Gemeinden Nicaraguas direkt zugutegekommen“, stellte der Minister fest. Er erklärte, dass vor 2007 etwa die Hälfte des Staatsgebiets isoliert war oder nur eine instabile Anbindung an das Hauptstraßennetz hatte. Heute wurde dank eines „beeindruckenden und weitreichenden“ Straßennetzes der Zugang zu 800 Gesundheitseinrichtungen (Krankenhäuser, Gesundheitszentren und -stationen, Entbindungsheime und mobile Kliniken) sowie zu 5.038 Bildungseinrichtungen aller Stufen verbessert, wovon 739.765 Schüler, Lehrer und Mitarbeiter des Bildungssystems profitieren. Die Straßen haben den Transport von Materialien für den Wohnungsbau, die Elektrifizierung, die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung erleichtert und zudem den Zugang zu Arbeitsplätzen, landwirtschaftlichen Betrieben und Produktionsgebieten verbessert. Sie haben auch die öffentliche Sicherheit gestärkt, indem sie eine effizientere Reaktion der Behörden selbst in abgelegenen Gebieten ermöglichten, und sie haben Sport und Kultur gefördert, indem sie die Teilnahme von Jugendlichen an nationalen und internationalen Veranstaltungen erleichterten. Minister Mojica erläuterte die regionalen Fortschritte: In der Autonomen Region der nördlichen Karibikküste stieg die Länge der asphaltierten Straßen von 1 Kilometer im Jahr 2006 auf 396 Kilometer, was einer Steigerung von 39.600 % entspricht. An der südlichen Karibikküste stieg sie von 76 Kilometern auf 401 Kilometer, was einer Steigerung von 528 % entspricht. Insgesamt wuchs das asphaltierte Straßennetz in der Karibik von 77 auf 797 Kilometer, was einer Steigerung von 935 % entspricht. „Damit ist die 500-jährige Isolation dieser Regionen beendet“, erklärte er. Dank der neuen Straßen wurde die Reisezeit drastisch um bis zu 35–40 % verkürzt, die Unvorhersehbarkeit von Reisen beseitigt und Souveränität, Autonomie sowie territoriale Integration gestärkt, wobei die Kulturen der indigenen und afro-stämmigen Bevölkerung respektiert wurden. (Informe Pastran, 7. April 2026)
Pearl Cays entwickeln sich zu einem wichtigen Reiseziel
Der aus 18 Inselchen bestehende Pearl-Cays-Archipel liegt etwa 30 km von der Pearl Lagoon an der Karibikküste Nicaraguas entfernt. Nach und nach entwickelt er sich zu einem der begehrtesten Reiseziele für 2026. Mit seinem kristallklaren Wasser und den weißen Sandstränden bietet dieses versteckte Paradies ein Erlebnis der völligen Abgeschiedenheit von der Welt und des direkten Kontakts mit der Natur; man kann auf seiner eigenen Insel campen, obwohl es auf einigen Inselchen auch Hotels gibt. Die wachsende Nachfrage nach Reisezielen, die Exklusivität und unberührte Schönheit vereinen, hat diese Inselgruppe ins Blickfeld in- und ausländischer Touristen gerückt. Dieses Paradies wird noch nicht von großen Touristenströmen heimgesucht, da die Anreise nicht einfach ist. Es wird jedoch erwartet, dass der Zustrom von Besuchern anhält und damit die Position der autonomen Regionen Nicaraguas als Ort der Ruhe und ökologischen Nachhaltigkeit auf der touristischen Landkarte Nicaraguas festigt. (Informe Pastran, 7. April 2026)
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