NicaNotes ist ein Blog für Menschen, die zu Nicaragua arbeiten und/oder an Nicaragua interessiert sind, veröffentlicht vom NicaNotes (USA), einem Projekt der Allianz für globale Gerechtigkeit (AfGJ). Hier werden Nachrichten und Analysen aus dem Kontext der langen Geschichte des Nicaragua-Netzwerks in Solidarität mit der Sandinistischen Revolution veröffentlicht.
Deutsche Übersetzung Nicaragua-Forum HD e.V. - Das Nicaragua-Forum HD besteht aus Menschen mit unterschiedlichen Positionen zu den aktuellen Entwicklungen in Nicaragua. Deshalb geben die übersetzten Artikel natürlich auch nicht die Meinung aller Mitglieder wieder.
Ausgabe vom 11-06-2026
.„InSight Crime“ verteidigt angeklagten Kriminellen: Verbrechen lohnt sich nicht, aber Zuschüsse der US-Regierung schon
NicaNotes
Von Roger D. Harris und Kelly Nelson
(Roger D. Harris ist Mitglied der Task Force on the Americas und der Nicaragua Solidarity Coalition. Kelly Nelson ist eine in Nicaragua ansässige Journalistin. Dieser Artikel wurde erstmals am 6. Juni 2026 auf dem Blog „Two Worlds“ veröffentlicht.)
InSight Crime, ein Thinktank, der behauptet, „investigativen Journalismus mit akademischer Strenge“ zu verbinden, wirft der nicaraguanischen Regierung vor, „Killer angeheuert“ zu haben, um Gegner im Ausland aufzuspüren und zu töten. Diese kühne Anschuldigung stützt sich lediglich auf „Indizienbeweise“, was stark auf politische Motive hindeutet. Die voreilige Verurteilung, der es an Fakten mangelt, spiegelt eine allgemeinere Voreingenommenheit der US-nahen Unternehmenspresse wider, die darauf abzielt, Nicaragua und seine sandinistische politische Führung zu dämonisieren.
Im Mittelpunkt des Artikels des Thinktanks steht der Tod von Roberto Samcam, eines ehemaligen nicaraguanischen Armeeoffiziers, der im Exil in Costa Rica lebte. Er wurde am 19. Juni 2025 in seinem Haus in einer bewachten Wohnanlage in der Hauptstadt San José von Bewaffneten ermordet. InSight Crime behauptet, er sei getötet worden, weil er in Nicaragua einen „Regimewechsel anzettelte“. Mit diesem Verbrechen sollen zwei gescheiterte Mordversuche an einem nicaraguanischen Komplizen, Joao Maldonado, in Verbindung stehen, der ebenfalls im Exil in Costa Rica lebt und – wie Samcam – ein Gegner der sandinistischen Regierung Nicaraguas ist.

Das ehemalige Haus von Samcam in Jinotepe, Nicaragua, ist mit Graffiti beschmiert, auf denen er als „Mörder“ bezeichnet wird. Foto: Confidencial.
Bislang, fast ein Jahr nach Samcams Ermordung, haben die Behörden vier Festnahmen in diesem Fall vorgenommen. Alle Festgenommenen sind Costa-Ricaner, und keiner von ihnen wurde vor Gericht gestellt. Keny Navarrete, ein in Costa Rica inhaftierter nicaraguanischer Straftäter, soll die Ermordung koordiniert haben. Navarrete, der keine bekannten Verbindungen zur nicaraguanischen Regierung hat, verbüßt seit 2016 mehrere Haftstrafen in costaricanischen Gefängnissen: Angeblich war er in der Lage, das Verbrechen von seiner Gefängniszelle aus zu orchestrieren.
Samcams Vorstrafenregister
InSight Crime merkt beiläufig an, dass sowohl Samcam als auch Maldonado in Nicaragua „wegen Verbrechen angeklagt“ waren, doch der Autor, Steven Dudley, behauptet dennoch, dass „Samcam kein Krimineller war“. Seltsamerweise ignoriert Dudley – unverständlich für einen preisgekrönten Kriminalermittler – vollständig die tatsächlichen Gewaltverbrechen, die Samcam, Maldonado und die von ihnen angeführten Gruppen 2018 in der Region Carazo in Nicaragua während eines Putschversuchs gegen die sandinistische Regierung begangen haben. Eine E-Mail an InSight Crime mit der Frage, warum er Samcams Hintergrundgeschichte ausgelassen habe, blieb unbeantwortet.
Roberto Samcam wurde wegen Korruption aus der Armee entlassen. Er schloss sich der oppositionellen MRS (Movimiento Renovador Sandinista) an, die im April 2018 regierungsfeindliche Proteste organisierte, die schnell zu bewaffneten Blockaden mehrerer Städte und gewalttätigen Angriffen auf Polizei, sandinistischen Sympathisanten und normale Nicaraguaner eskalierten.
Während eines von der katholischen Kirche organisierten „nationalen Dialogs“ hielt die nicaraguanische Regierung die Polizei im Rahmen einer Vereinbarung zur Wiederherstellung des Friedens in ihren Polizeistationen zurück. In Carazo und anderswo brachen bewaffnete Oppositionsmobs jedoch ihren Teil der Abmachung, belagerten die Polizeistationen und verursachten gesetzloses Chaos. Gangmitglieder aus anderen Teilen Mittelamerikas wurden sogar nach Nicaragua gebracht, um Gewalt zu schüren.
Samcam war einer der Hauptakteure des Putschversuchs in Carazo. Er gründete und führte eine der beiden bewaffneten Gruppen, die Carazo vom 17. Mai bis zum 8. Juli kontrollierten; Maldonado und sein Vater kontrollierten die andere Gruppe. Ihr Hauptquartier war eine katholische Schule (Samcams Frau soll die Nonnen bestochen haben, damit sie das Gebäude räumten). Die Schule wurde schnell als Gefängnis und Folterzentrum berüchtigt, in dem entführte Sandinisten und Regierungsbeamte festgehalten wurden.
Einer der Täter, der in der Schule anwesend war, gestand später seine Beteiligung und sagte, die Oppositionsführer hätten „uns belogen und manipuliert“. Ferson Castillo gab einen bewegenden Bericht über die Ermordung seines Vaters und seines Bruders durch Oppositionsgruppen. Castillo selbst wurde ebenfalls entführt, in die katholische Schule gebracht und gefoltert. Der Zustand anderer Opfer, die aus der Schule befreit wurden, ist in einem weiteren Video zu sehen.
Ein weiterer Zeuge berichtete, wie Samcam und andere Oppositionsführer einen Besuch von Vertretern der Interamerikanischen Menschenrechtskommission manipulierten und die Morde an bekannten Sandinisten-Sympathisanten den Regierungstruppen zuschrieben. Samcam wurde später zusammen mit Maldonado als Anführer der Gruppe identifiziert, die eines der schrecklichsten Verbrechen des Jahres 2018 begangen hatte – die langwierige Folter und Ermordung des Gemeindemitarbeiters Bismarck Martínez. Samcam soll das PKM-Maschinengewehr geliefert haben, mit dem Polizeibeamte getötet wurden, bevor diese schließlich am 8. Juli die Stadt Carazo befreiten.
Nicaraguas Außenminister Denis Moncada sprach am 11. Juli 2018 vor der Versammlung der Organisation Amerikanischer Staaten. Er legte einen detaillierten Bericht über die Gewalt in Carazo vor und führte diesen als Beispiel dafür an, wie Nicaragua während des Putschversuchs gelitten hatte, der sich damals dem Ende zuneigte. Der Bericht listete acht gewaltsame Todesfälle auf, darunter zwei Polizeibeamte, mehrere Fälle von Entführung, Vergewaltigung und Folter, einen Versuch, leere Treibstofftanks neben der (belagerten) Polizeistation zur Explosion zu bringen, sowie die Geiselnahme von rund 400 internationalen Lkw-Fahrern, deren Lastwagen viele Wochen lang auf der Panamericana blockiert waren.
Samcam, der offenbar mit rechtlichen Konsequenzen rechnete, floh drei Tage nach der Befreiung von Carazo nach Costa Rica und kehrte nie wieder nach Nicaragua zurück. Er wurde im August 2018 zusammen mit anderen ehemaligen Militärangehörigen vor einem nicaraguanischen Gericht in Abwesenheit wegen des 25 Tage andauernden bewaffneten Angriffs auf das Polizeipräsidium in Jinotepe angeklagt.
Der Kontext des Mordes
InSight Crime ignoriert den Kontext für Samcams Ermordung in San José. Im Jahr 2025 verzeichnete Costa Rica eine massive Zahl von Morden – wie InSight Crime an anderer Stelle hervorgehoben hatte. Das Land wurde zu einem „Dreh- und Angelpunkt des Kokainhandels“, der von transnationalen kriminellen Gruppen betrieben wurde.
Von den 500.000 in Costa Rica lebenden Nicaraguanern ist nur ein kleiner Teil in solche Verbrechen verwickelt. Keny Navarrete, ein Verdächtiger im Fall Samcam, gehört jedoch zu den 10–13 % der Gefängnisinsassen, die aus Nicaragua stammen. Um die Willkür der Schlussfolgerung auf ein politisches Motiv für Samcams Tod zu verdeutlichen: Allein im Jahr 2025 wurden in Costa Rica mehr als 90 Nicaraguaner ermordet.
Kurz nach dem Mord stellten wir fest, dass es Anzeichen dafür gab, dass Samcam – im Exil – in kriminelle Aktivitäten verwickelt war. Auf jeden Fall hätten seine gewalttätige Vergangenheit und seine angebliche Drogensucht dem Autor des InSight Crime-Artikels, Steven Dudley, Anlass geben können, andere mögliche Motive für seinen Mord zu untersuchen.
Wer bezahlt, bestimmt die Musik
Obwohl InSight Crime am Ende des Artikels einräumt, dass seine „Behauptungen schwer zu belegen sind“, hat der erste Absatz die Erzählung bereits vorweggenommen, indem er behauptet, dass die nicaraguanische Regierung ihre politischen Gegner ermordet.
Diese vorweggenommene Behauptung der Schuld der nicaraguanischen Regierung bildet den Auftakt zu einer einseitigen und voreingenommenen Untersuchung. Ein auffälliger Faktor, den InSight Crime mit Roberto Samcam, seinen Komplizen in Carazo und anderen Exilanten und oppositionellen Medien gemeinsam hat, die die nicaraguanische Regierung für seine Ermordung verantwortlich machen, ist, dass sie alle Finanzmittel von US-Regierungsbehörden erhalten haben und in einigen Fällen weiterhin erhalten.
Samcam wurde 2022 als Empfänger von Geldern der National Endowment for Democracy (NED) aufgeführt. Der derzeitige NED-Präsident, Damon Wilson, bestätigte kürzlich, dass sie mehrere nicaraguanische Oppositionsgruppen mit Sitz in Costa Rica finanzieren. Zuvor hatte Samcam in Carazo mit dem Instituto de Estudios Estratégicos y Políticas Públicas (IEEPP) zusammengearbeitet, das sowohl von der NED als auch von USAID finanziert wird.
InSight Crime ist alles andere als eine unparteiische Einrichtung. Die Organisation und ihre Trägerinstitution – das Center for Latin American and Latino Studies an der American University – legen öffentlich ihre Finanzmittel vom US-Außenministerium und von USAID offen, ebenso wie Gelder der britischen, schwedischen und kanadischen Regierungen sowie der Open Society Foundations. Diese Verbindungen werden durch offizielle Förderdatenbanken, Steuererklärungen und Angaben der Geldgeber bestätigt.
Das zentrale Problem ist nicht bloß, dass InSight Crime Finanzmittel erhält; fast jede gemeinnützige Redaktion ist auf externe finanzielle Unterstützung angewiesen. Vielmehr besteht die Sorge darin, dass ihre Finanzierung von Regierungen und politikorientierten Stiftungen stammt, deren strategische Interessen sich mit Washingtons Modell des Regimewechsels überschneiden, das sich auf die US-Regierung und ihre westlichen Verbündeten konzentriert, zusammen mit einer umfassenden westlichen Privage-Agenda für Nicaragua. InSight Crimes Angaben im IRS-Formular 990 deuten darauf hin, dass praktisch alle gemeldeten Einnahmen aus solchen Quellen stammen.
Eine solche Stiftung ist ein klarer Hinweis auf institutionelle Voreingenommenheit. Unser Artikel beantwortet nicht die Frage, wer Roberto Samcam ermordet hat, aber er thematisiert das Ungleichgewicht, das durch die verzerrte Analyse von InSight Crime entsteht.
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Kurzmeldungen aus Nicaragua vom 11-06-2026
Von Nan McCurdy
.6.000 Lehrer werden in inklusiver Bildung geschult
Unter Beteiligung von mehr als 6.000 Lehrern wurde am 9. Juni das Fortbildungsprogramm für Lehrer im Bereich der inklusiven Bildung unter dem Namen „Sieg der Revolution“ gestartet. Dieses Programm wird vom Bildungsministerium (MINED), dem Nationalen Technologischen Institut (INATEC) und dem Technischen Sekretariat für Universitätsförderung (SETEC) durchgeführt. Die Bildungsministerin Mendy Arauz erklärte, dass diese Initiative eine der grundlegenden Errungenschaften der sandinistischen Volksrevolution stärke: die Gewährleistung von Bildung als Grundrecht für alle Nicaraguaner. Sie wies zudem darauf hin, dass dies die erste gemeinsame Initiative des nationalen Bildungssystems sei, die darauf abziele, weiterhin die Voraussetzungen für eine spezialisierte Ausbildung zu schaffen, um Kinder und Jugendliche von der frühkindlichen Bildung bis zur technischen Ausbildung inklusiv zu fördern. Marling Carranza, Leiterin der Abteilung für berufliche Bildung am INATEC, erklärte, dass die Einrichtung 27 Kurse im Bereich Sonderpädagogik entwickle und Lehrkräften des MINED Unterstützung und Fortbildungen biete, um die pädagogische Betreuung von Schülern mit unterschiedlichen Lernbedürfnissen zu verbessern. Siehe Fotos: https://radiolaprimerisima.com/2026/06/09/mas-de-6-mil-maestros-afianzan-conocimientos-en-educacion-inclusiva/ (La Primerisima, 9. Juni 2026)
.Nicaragua verteidigt Interessen der Entwicklungsländer bei Klimakonferenz
Das Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen (MARENA) nimmt persönlich an der 64. Tagung der Nebenorgane der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) teil, die vom 8. bis 18. Juni 2026 in Bonn stattfindet. Bei dem Treffen wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, die Umsetzung des Pariser Abkommens zu stärken. Besonderes Augenmerk wurde auf die Bedeutung des Prinzips der gemeinsamen, aber differenzierten Verantwortlichkeiten, einer Aufstockung der Klimafinanzierung, des Technologietransfers und des Kapazitätsaufbaus für Entwicklungsländer gelegt. Nicaragua bekräftigte sein Engagement für die Verteidigung der Interessen der Entwicklungsländer und die Notwendigkeit, dass die Industrienationen ihre Verpflichtungen in Bezug auf Finanzierung, Technologietransfer und Kapazitätsaufbau erfüllen. Die nicaraguanische Delegation wird von Vanessa Molina Cruz, der Leiterin der Projektabteilung bei MARENA (Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen), geleitet. (La Primerisima, 9. Juni 2026)
.Rivas: Führend in der Bananen- und Kochbananenproduktion
Das Departement Rivas festigt seine Position als Nicaraguas Bananen- und Kochbananen-Hochburg: Es macht fast 40 % der nationalen Produktion aus und weist dank der technischen und organisatorischen Unterstützung durch das Nationale System für Produktion, Verbrauch und Handel äußerst günstige Aussichten für 2026 auf. William Delgado, Departementsbeauftragter von Rivas für das Landwirtschaftsministerium (MAG), berichtete in der Sendung „Revista en Vivo“ auf Canal 4, dass die in den ersten Monaten des Jahres durchgeführten Erhebungen die guten Erträge der Ernte bestätigen. Allein zwischen Januar und März wurden 77 Millionen Bananen- und Kochbananen-Einheiten verzeichnet, was Prognosen zulässt, dass 2026 die im Jahr 2025 erreichte Rekordzahl von 274 Millionen Einheiten übertroffen wird. Delgado betonte, dass der Produktivitätsanstieg auf die Einführung neuer landwirtschaftlicher Techniken zurückzuführen ist, insbesondere bei der Saatgutauswahl sowie beim Anbau und der Bewirtschaftung von Bananenplantagen. Die Erzeuger haben die Pflanzdichte von 1.100 auf 2.000 und sogar bis zu 2.200 Knollen pro Manzana erhöht, was zu einer deutlichen Steigerung der Erntemengen geführt hat. Der Anbau hat sich auf andere Departements wie Carazo, Granada, Chinandega, León und Managua ausgeweitet; Rivas behält jedoch seine nationale Führungsrolle sowohl hinsichtlich des Volumens als auch der Produktionstradition, sowohl auf dem Festland als auch auf der Insel Ometepe.
Neben der Deckung der Binnennachfrage sind nicaraguanische Kochbananen auf den zentralamerikanischen Märkten stark vertreten. Sie werden hauptsächlich nach Honduras und Costa Rica exportiert und haben auch El Salvador und Guatemala erreicht. „Nicaraguanische Kochbananen sind sehr gefragt. Wir exportieren sie und sichern gleichzeitig die Ernährungssicherheit in Nicaragua“, sagte Delgado. Das MAG bietet im Rahmen des Nationalen Systems für Produktion, Verbrauch und Handel kontinuierliche technische Unterstützung durch Schulungen, spezialisierte Zertifikatsprogramme, Feldschulen, Wertschöpfungsprozesse und die Stärkung von Bewässerungssystemen. Auf der Insel Ometepe dominiert die Sorte „Cuerno Gigante“, während auf dem Festland die Sorten „CENSA ¾“ und „Cuerno Enano“ hervorstechen, die beide hervorragende Ergebnisse in Bezug auf Produktivität und Qualität erzielen. (Informe Pastran, 8. Juni 2026)
.Gesundheit: Ein Schlüsselbereich der russisch-nicaraguanischen Zusammenarbeit
Nicaragua nahm am Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg (SPIEF) teil; Der Leiter der Delegation, Laureano Ortega Murillo, der nicaraguanische Präsidentenberater für die Zusammenarbeit mit Russland, kündigte neue Entwicklungen im Fortschritt Nicaraguas als Ergebnis seines Besuchs in der eurasischen Nation an. In einem Interview mit Sputnik erklärte Ortega Murillo, dass das Gesundheitswesen zu einem der Schlüsselbereiche der russisch-nicaraguanischen Zusammenarbeit geworden sei, eine Dynamik, die auf dem SPIEF durch eine Reihe von Treffen mit Behörden und Unternehmen des Gastgeberlandes gefördert wurde. Das Treffen mit der Direktorin der russischen Föderalen Medizinisch-Biologischen Agentur, Veronika Skvortsova, diente dazu, Themen wie künftige Lieferungen russischer Krebsimpfstoffe nach Nicaragua voranzubringen.
„Nicaragua beteiligt sich an klinischen Studien und wird schließlich Zugang zu diesem Medikament erhalten, um Nicaraguanern Krebsbehandlungen anbieten zu können“, sagte Ortega Murillo. Er hob den Beitrag des lateinamerikanischen Instituts für Biotechnologie „Mechnikov“ – einer auf russischer Technologie basierenden Impfstoffproduktionsstätte mit Sitz in Managua – zur regionalen Gesundheitsversorgung hervor: „Die Anlage produziert weiterhin den Grippeimpfstoff, der der nicaraguanischen Bevölkerung jährlich kostenlos verabreicht wird und von dort aus auch in der gesamten lateinamerikanischen Region verteilt wird. „Wir arbeiten auch mit unseren Brüdern und Schwestern an Dengue-Impfstoffen“, erklärte er. Zudem laufen derzeit Gespräche mit dem russischen Staatskonzern Rosatom über den Bau eines Zentrums für Nuklearmedizin in Nicaragua, „das sowohl den Nicaraguanern als auch unseren zentralamerikanischen Brüdern und Schwestern dienen kann.“ „Wir hoffen, alle notwendigen Vereinbarungen treffen zu können, um noch in diesem Jahr mit dem Bau dieses Zentrums in Nicaragua zu beginnen“, kündigte er an. Auf dem SPIEF unterzeichnete Nicaragua einen gemeinsamen Aktionsplan mit der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) – einem gemeinsamen Markt, der Russland, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisistan und Armenien umfasst –, um den Weg zu einem Beobachterstaat innerhalb dieser Organisation einzuschlagen. (Informe Pastran, 8. Juni 2026)
Globale Franchise-Unternehmen bestätigen Nicaraguas wirtschaftliche Stabilität
Die Dynamik der nicaraguanischen Wirtschaft hat mit der Ankündigung der Ansiedlung globaler Giganten im Lebensmittel- und Dienstleistungssektor wie Panda Express, Starbucks, Wendy’s und der Expansion von KFC einen neuen Meilenstein erreicht. Die Ansiedlung dieser globalen Mega-Franchise-Unternehmen ist kein Einzelfall, sondern das direkte Ergebnis solider makroökonomischer Indikatoren und eines äußerst berechenbaren Geschäftsklimas, das das Land auf den Radar großer internationaler Konzerne rückt. Im Gegensatz zu anderen Märkten in der Region bietet Nicaragua derzeit außergewöhnliche makroökonomische Bedingungen, die Wechselkurs- und Betriebsrisiken für multinationale Unternehmen minimieren.
Der Markteintritt dieser Unternehmen belegt die Existenz eines Binnenmarktes mit rasch wachsender Kaufkraft der Verbraucher. Der Erfolg globaler Konzerne bestätigt Nicaragua als sicheres Ziel für ausländische Direktinvestitionen (ADI) in anderen Sektoren wie Tourismus, Industrie und Immobilien. Darüber hinaus werden die makroökonomischen Auswirkungen deutlich in der Schaffung formeller Arbeitsplätze und im technologischen Fortschritt spürbar sein. (Informe Pastran, 9. Juni 2026)
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Übersetzung unter Nutzung von deepl
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