NicaNotes ist ein Blog für Menschen, die zu Nicaragua arbeiten und/oder an Nicaragua interessiert sind, veröffentlicht vom NicaNotes (USA), einem Projekt der Allianz für globale Gerechtigkeit (AfGJ). Hier werden Nachrichten und Analysen aus dem Kontext der langen Geschichte des Nicaragua-Netzwerks in Solidarität mit der Sandinistischen Revolution veröffentlicht.
Deutsche Übersetzung Nicaragua-Forum HD e.V. - Das Nicaragua-Forum HD besteht aus Menschen mit unterschiedlichen Positionen zu den aktuellen Entwicklungen in Nicaragua. Deshalb geben die übersetzten Artikel natürlich auch nicht die Meinung aller Mitglieder wieder.
Ausgabe vom 08-10-2026
.PETITION: Wir fordern ein Ende der US-Einmischung in Nicaragua!
NicaNotes
PETITION: Wir fordern ein Ende der US-Einmischung in Nicaragua!Organisationen und Einzelpersonen: Bitte unterzeichnen Sie diese von der Nicaragua Solidarity Coalition initiierte Petition, die ein Ende der US-Einmischung in Nicaragua fordert.

(Die Nicaragua Solidarity Coalition ist ein internationaler Zusammenschluss von Organisationen und Einzelpersonen, die sich solidarisch mit Nicaragua zeigen, dessen Souveränität unterstützen und dessen Errungenschaften würdigen.)
Nicaragua ist seit langem Ziel von Bestrebungen der USA, einen Regimewechsel herbeizuführen, und die Angriffe eskalieren. Die feindselige Rhetorik der USA nimmt zu, und die Sanktionen werden weiter verschärft.
UNTERZEICHNEN SIE DIE PETITION, UM EIN ENDE DER US-INTERVENTION IN NICARAGUA ZU FORDERN!
Eine Rede von Präsident Daniel Ortega vom 19. Juli wurde absichtlich falsch interpretiert, um zu behaupten, dass in Nicaragua Wahlen abgeschafft worden seien. Diese Lüge wurde durch eine orchestrierte Medienkampagne verbreitet. Das US-Außenministerium räumt nun stillschweigend ein, dass Wahlen weiterhin stattfinden werden, lehnt jedoch verfassungsrechtliche Maßnahmen ab, die darauf abzielen, die nicaraguanischen Wähler vor ausländischer Einmischung in ihre Wahlen zu schützen.
Die Trump-Regierung strebt danach, Lateinamerika und die Karibik wieder unter die Herrschaft der USA zu bringen. Wahlputsche und Handelskriege haben rechtsgerichtete Regierungen an die Macht gebracht und Brasilien sowie Mexiko werden bedroht; Venezuela erlitt eine regelrechte Invasion und die Entführung des verfassungsmäßigen Staatsoberhaupts; Kuba leidet unter einer immer weiter verschärften, völkermörderischen Blockade.
Nun drängen rechtsgerichtete Kongressabgeordnete die Regierung dazu, sicherzustellen, dass „nach Kuba Nicaragua als Nächstes an der Reihe ist“.
Zwei Anhörungen im Kongress im September und ein Treffen der Außenminister der Organisation Amerikanischer Staaten haben diese Drohung bekräftigt. Die „National Endowment for Democracy“ hat bereits neue Mittel freigegeben, um einen Regimewechsel herbeizuführen. Einige nicaraguanische Oppositionsgruppen fordern sogar eine bewaffnete Intervention.
Unterdessen finden seit zwei Monaten in ganz Nicaragua Konsultationstreffen mit einfachen Bürgern, Wirtschaftsführern, Oppositionsparteien, Kirchen und vielen anderen Gruppen statt, um über Verfassungsreformen zu diskutieren. An den Wahlen in Nicaragua dürfen keine Kandidaten teilnehmen, die ausländische Finanzmittel erhalten haben, sich zum Sturz der Regierung verschworen haben oder Sanktionen oder eine militärische Intervention gegen ihr eigenes Land gefordert haben.
Solche Bestimmungen finden sich in der US-Verfassung und in den Gesetzen der meisten westlichen Staaten.
Die Nicaraguaner haben allen Grund, ihre Demokratie zu schützen. Eine Analyse der Weltbank zeigt, dass die Armut in nur elf Jahren um fast die Hälfte und die extreme Armut um 60 % zurückgegangen ist. Dies ist auf massive Fortschritte in den Bereichen Gesundheit und Bildung, den Abbau von Ungleichheit sowie Nicaraguas Erfolg bei der Eindämmung der Gewalt im Zusammenhang mit Drogenhandel und organisierter Kriminalität zurückzuführen, unter der die Nachbarländer leiden.
Die Trump-Regierung will diese Errungenschaften rückgängig machen und Nicaragua in ihren „Shield of the Americas“-Club aufnehmen. Sie strebt eine rechtsgerichtete Regierung an, die Sozialausgaben kürzt, Arbeits- und Umweltschutz zugunsten von Konzernen zurückstellt, Drogenhandelsnetzwerken die Schlüssel zur Regierung übergibt und die Militärausgaben massiv erhöht. Angesichts der Tendenz der neuen rechtsgerichteten Regierungen Lateinamerikas, sich mit Israel zu verbünden, wäre zu erwarten, dass eine solche Regierung in Nicaragua auch die historische Klage des Landes vor dem Internationalen Gerichtshof zurückziehen würde, in der Deutschland der Beihilfe zum Völkermord Israels am palästinensischen Volk beschuldigt wird.
Es ist eine einschneidende Entscheidung. Das nicaraguanische Volk – nicht der US-Kongress oder das Außenministerium – sollte sie treffen.
Wir fordern, dass die Souveränität Nicaraguas respektiert wird. Wir rufen den US-Kongress und die US-Regierung dazu auf, ihre kolonialistische Haltung aufzugeben und stattdessen dem nicaraguanischen Volk sowie allen Völkern Lateinamerikas und der Karibik zu ermöglichen, ihre eigenen Regierungen zu wählen und in Frieden zu leben.
UNTERZEICHNET DIE PETITION, UM EIN ENDE DER US-EINGRIFFE IN NICARAGUA ZU FORDERN!
Der englische Text der Petition entspricht dem oben stehenden deutschen Text! Gesucht werden Unterstützer:innen für die Petition aus möglichst vielen Ländern, nicht nur aus den USA!
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Die US-Verfassung verbietet Personen, die „an einem Aufstand beteiligt sind“, die Ausübung öffentlicher Ämter – genau das Gleiche wird auch in Nicaragua gelten!
Von John Perry[Der Autor John Perry lebt in Masaya, Nicaragua, und veröffentlicht Beiträge in verschiedenen Medien. Dieser Artikel erschien bereits bei Countercurrents, Black Agenda Report, Global Research, Tortilla con Sal, Resumen Latinoamericano und Internationalist 360.]

Bei Dutzenden von Versammlungen im ganzen Land – wie der oben abgebildeten in Estelí – haben sich einfache Nicaraguaner für wichtige Reformen zum Schutz ihres Wahlprozesses ausgesprochen. Foto: Radio Nicaragua.
Letzte Woche nahm ich an einer Nachbarschaftsversammlung in der nicaraguanischen Stadt Masaya teil. Mehr als hundert Menschen waren gekommen, um einen Bericht eines Arztes aus dem örtlichen Gesundheitszentrum und eines Lehrers an der Fachhochschule zu hören, in deren Räumlichkeiten die Versammlung stattfand. Wir erfuhren von der Betreuung schwangerer Frauen (derzeit gibt es 11 Schwangerschaften in der Gegend), von der mobilen Gesundheitsklinik, die bald eintreffen würde, und von neuen Landwirtschaftskursen, die an der Fachschule beginnen, die erst vor drei Jahren eröffnet wurde.
Anschließend gab es eine politische Diskussion über Änderungen am Wahlsystem und die jüngsten Drohungen aus Washington. Solche Nachbarschaftstreffen stehen stellvertretend für Nicaraguas „gelebte Demokratie“.
Vor acht Jahren jedoch wäre es Mitte 2018 für meine Nachbarn drei Monate lang unmöglich gewesen, sich zu treffen oder – in vielen Fällen – überhaupt ihre Häuser zu verlassen. Die Straße vor der heutigen Fachhochschule war voller Straßensperren, die von bewaffneten Schlägern der Opposition errichtet und kontrolliert wurden.
Genau in dieser Straße wurde ein Polizist bei einem Angriff der Opposition getötet. Masaya, ein zentraler Schauplatz des Putschversuchs jenes Jahres, ist wieder friedlich. Niemand in der Gemeinde – selbst diejenigen, die die sandinistische Regierung nicht unterstützen – wünscht sich eine Rückkehr zum Konflikt.
Deshalb haben einfache Nicaraguaner bei Dutzenden von Versammlungen im ganzen Land – wie der oben abgebildeten in Estelí – wichtige Reformen zum Schutz unseres Wahlprozesses unterstützt. Der Präsident der Nationalversammlung, Gustavo Porras, erklärte in Estelí, dass „die Wahlen so ablaufen werden wie immer“, fügte jedoch die wichtige Einschränkung hinzu, dass sie nicht für Personen offen sein werden, die ausländische Gelder erhalten haben, sich zum Sturz der Regierung verschworen haben oder Sanktionen oder eine militärische Intervention gegen ihr eigenes Land gefordert haben.
An den landesweiten Konsultationen waren alle 15 politischen Parteien Nicaraguas beteiligt, deren Recht auf gleichberechtigte Teilnahme an Präsidentschafts-, Regional- und Kommunalwahlen geschützt ist. Sechs dieser Parteien stellten bei den Wahlen 2021 Präsidentschaftskandidaten auf, andere traten bei den Kommunalwahlen an.
An den Reformen in Nicaragua ist nichts Ungewöhnliches. Praktisch alle westlichen Länder verfügen über strenge Gesetze, die eine ausländische Einmischung in Wahlen verhindern. Dies gilt nicht nur für die USA; deren Verfassung schließt Personen sogar ausdrücklich von öffentlichen Ämtern aus, wenn sie sich an einem „Aufstand oder einer Rebellion“ gegen den Staat beteiligt oder dessen „Feinden Hilfe oder Beistand geleistet“ haben.
Nicaragua versucht lediglich, seinen Wahlprozess vor ausländischer Einmischung – die überwiegend von Washington ausgeht – in seine Politik zu schützen. Eine solche Einmischung findet seit Jahrzehnten statt und nimmt zu.
Der Präsident der National Endowment for Democracy (NED), Damon Wilson, prahle im Februar vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses damit, dass seine Organisation Medien in Nicaragua finanziere, um die sandinistische Regierung zu untergraben. Die NED-Finanzierung erfolgt über das Außenministerium. Zu den jüngsten Entwicklungen erklärte Wilson: „Das Ortega-Murillo-Regime mag zwar versuchen, Wahlen abzuschaffen, aber es kann den Wunsch des nicaraguanischen Volkes nach Demokratie nicht abschaffen. Wir werden ihnen zur Seite stehen, bis dieses Recht wiederhergestellt ist.“
An solchen Einmischungen ist nichts Geheimnisvolles mehr; Trump prahlt sogar damit. Auf dem „Shield of the Americas“-Gipfel in Miami am 7. März sagte er zu lateinamerikanischen Staats- und Regierungschefs: „Sie liegen zurück und flehen mich um meine Unterstützung an. Ich gebe ihnen meine Unterstützung. Sie gewinnen mit 30 Punkten Vorsprung.“
Von besonderer Bedeutung für Nicaragua war seine unverhohlene Einmischung in die Wahlen im Nachbarland Honduras, als – vor allem dank Trump – sein bevorzugter Kandidat nach einer höchst fragwürdigen Auszählung knapp gewann. Die New York Times kommt zu dem Schluss, dass „Präsident Trump in Lateinamerika zum Wahlkönigsmacher geworden ist“.
Trumps unverhohlene Einmischung geht unvermindert weiter. Francisco Dominguez argumentiert, dass sich die Trump-Regierung bei den bevorstehenden Wahlen in Brasilien offen und intensiv zugunsten des rechtsextremen Kandidaten Flavio Bolsonaro einmischt. Die Times beschreibt Trumps Einfluss als „über den Wahlen in Brasilien schwebend“. Die LA Times bezeichnet es als einen Kampf Trumps, gemeinsam mit Marco Rubio, „um die Kontrolle über die Hemisphäre“.
Freie und faire Wahlen sind nun in ganz Amerika in Gefahr – eine Bedrohung, die den US-Wählern nur allzu bekannt ist, da Trump „die Hebel der präsidialen Macht“ einsetzt, um die Zwischenwahlen zu beeinflussen.
Wenn ein riesiges Land wie Brasilien um den Schutz seiner Wahlintegrität kämpfen muss, wie viel gefährdeter ist dann ein kleines Land wie Nicaragua, dessen Bevölkerung nur 3 % der brasilianischen ausmacht? Das Nachbarland Honduras zeigt, wie eine progressive Regierung durch extremen Neoliberalismus ersetzt werden kann, wenn Trump eingreift.
Während ich dies schreibe, finden Anhörungen im US-Senat statt, und es wurde ein Treffen der lateinamerikanischen Außenminister einberufen – beides, um die „Krise“ in Nicaragua zu erörtern. Das Problem ist natürlich nicht, dass das Land Wahlen „abgeschafft“ hat, wie Rubio behauptet und die Mainstream-Medien wiederholt haben. Vielmehr will sich Nicaragua – so weit es kann – vor Washingtons Einmischung in seine Politik schützen. Für Rubio bedeutet dies, dass die Regierung „sogar den Anschein einer Zustimmung des Volkes aufgegeben hat“. In Wirklichkeit ist es genau diese Zustimmung des Volkes, die die sandinistische Regierung bei jeder Wahl der letzten zwei Jahrzehnte wieder an die Macht gebracht hat.
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Kurzmeldungen aus Nicaragua vom 08-10-2026
Von Nan McCurdy
.Der Haushaltsentwurf für 2027 setzt weiterhin auf die Bekämpfung der Armut
Der Entwurf des Einnahmen- und Ausgabenhaushalts für 2027, den die Präsidentschaft Mitte dieses Monats der Nationalversammlung Nicaraguas vorlegen wird, stützt sich auf das solide und nachhaltige Wirtschaftswachstum des Landes und sieht weiterhin öffentliche Investitionen in die Infrastruktur sowie soziale Investitionen zur Bekämpfung der Armut vor. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem die Beibehaltung von Subventionen für Trinkwassergebühren, Strom, den städtischen Nahverkehr, den Wohnungsbau und für Rentner vor, um den Konsum der Haushalte zu sichern.
Mit dieser Ausrichtung stellt der Haushalt 2027 die Fortsetzung einer staatlichen Politik dar, die wirtschaftliche Dynamik mit Ausgaben für produktive Infrastrukturprojekte und die Armutsbekämpfung verbindet, ohne die Transferleistungen zu kürzen oder die die Kosten für grundlegende Dienstleistungen senken. Der Haushaltsentwurf wird der Nationalversammlung jedes Jahr am 15. Oktober vorgelegt. Er wird im November und Dezember debattiert, analysiert und geprüft und muss spätestens am 15. Dezember verabschiedet werden. (Informe Pastran, 1. Oktober 2026)
.Die Mulukukú-Brücke stärkt die Verbindung zwischen Pazifik und Karibik
Die sandinistische Regierung hat über das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MTI) und mit Unterstützung der Japanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit (JICA) den Bau der Freundschaftsbrücke zwischen Japan und Nicaragua erfolgreich abgeschlossen, die den Fluss Tuma in der Gemeinde Mulukukú in der Autonomen Region der nördlichen Karibikküste überspannt. Dieses strategische Projekt mit einer Länge von 176 Metern an der Autobahn Río Blanco–Siuna zählt zu den wichtigsten Straßeninfrastrukturprojekten des Landes und stärkt die landseitige Anbindung zwischen der Pazifikküste, der Zentralregion des Landes und der nördlichen Karibik. Das imposante Bauwerk kommt mehr als 54.000 Einwohnern direkt zugute und erleichtert den sicheren und kontinuierlichen Transport von Vieh, landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Bergbauprodukten zu nationalen und internationalen Märkten. Zudem wird es den Handel ankurbeln, den Tourismus ausbauen und einen schnellen und zeitnahen Zugang zu Gesundheits-, Bildungs-, Kultur- und Sportangeboten fördern. Siehe Fotos: https://radiolaprimerisima.com/2026/10/01/nuevo-puente-de-mulukuku-fortalece-conectividad-entre-el-pacifico-y-caribe-norte/ (La Primerisima, 2. Oktober 2026)
.MARENA: 10 Millionen Setzlinge für die nationale Wiederaufforstung
Das Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen (MARENA) hat in diesem Jahr mehr als 10 Millionen Baumsetzlinge für Wiederaufforstungsprojekte produziert, was fast 90 % seines Jahresziels entspricht. Regionale Baumschulen im ganzen Land erhalten täglich Lieferungen, um ihre Pflanzbemühungen zu unterstützen, berichtete der Leiter der Behörde, Javier Gutiérrez. (La Primerisima, 1. Oktober 2026)
Dritte Bauphase des Krebszentrums in Managua schreitet voran
Der Bau der dritten Bauphase des Dr. Juan Ignacio Gutiérrez-Krebszentrums in Managua ist zu 47 % abgeschlossen und wird voraussichtlich im Mai 2027 fertiggestellt sein. Dieses Zentrum versorgt seit März 2025 Familien; die erste und zweite Bauphase sind bereits in Betrieb und bieten ambulante Versorgung, Chemotherapie sowie Unterkünfte für Patienten an. Das Leistungsangebot umfasst folgende Fachgebiete: medizinische Onkologie, chirurgische Onkologie, gynäkologische Onkologie, Brustonkologie, Innere Medizin, Anästhesiologie, Schmerztherapie, psychologische Beratung, Ernährungsberatung und die Verabreichung von Chemotherapien. Das Zentrum führt außerdem Endoskopien, Ultraschalluntersuchungen, Elektrokardiogramme, Echokardiogramme und Biopsien durch, um eine zeitnahe Diagnose zu gewährleisten. Das Zentrum befindet sich am Kilometer 15 der Carretera Sur in Managua, ist mit modernster Technologie ausgestattet und beschäftigt Fachärzte aus verschiedenen Bereichen der Onkologie. (La Primerisima, 5. Oktober 2026)
SINAPRED hilft von Flussüberschwemmungen betroffenen Familien
Das Nationale System für Katastrophenvorsorge, -minderung und -bewältigung (SINAPRED) Nicaraguas wurde zusammen mit lokalen Komitees (COMUPRED) und Gemeindebrigaden mobilisiert, um Hilfe und Unterstützung angesichts der Schäden zu leisten, die durch die starken Regenfälle in den frühen Morgenstunden des 3. Oktober in den Departamentos Jinotega und Rivas verursacht wurden. Einem ersten Bericht zufolge wurden in der Gemeinde El Cuá (Jinotega) infolge des Überlaufens des Flusses El Cuá und des Baches Los Aparejos 22 Häuser vorübergehend überflutet. Zudem wurden Teilschäden an einer Brücke und am örtlichen Stromnetz gemeldet; technische Teams arbeiten bereits daran, die Versorgung wieder herzustellen. In der Gemeinde Santa María de Pantasma (Jinotega) führte das Überlaufen der Gewässer an verschiedenen Stellen zu Überschwemmungen. In der Siedlung Limones Uno wurden sechs Häuser überflutet und 15 Meter einer Landstraße beschädigt; in der Siedlung Malecón Cuatro wurden sechs Häuser überflutet; und in der Siedlung El Venado wurden 12 Häuser überflutet und eine Fußgängerbrücke zerstört. In der Gemeinde Tola (Rivas) wurden unterdessen vier Häuser in der Siedlung La Ceiba überflutet. Siehe Fotos: https://radiolaprimerisima.com/2026/10/02/sinapred-atienden-a-failias-afectadas-por-desbordamientos-de-rios/ (La Primerisima, 3. Oktober 2026)
Familien aus Masaya nehmen an Konsultation zu Wahlreformen teil
Am 4. Oktober nahmen Familien aus Masaya, Nindirí, Tisma und La Concepción an der von der Nationalversammlung in der Festung El Coyotepe in Masaya organisierten Konsultation zu Wahlreformen teil. Die Sonderverfassungskommission unter dem Vorsitz des Präsidenten der Nationalversammlung, Dr. Gustavo Porras, stellte den Einwohnern die sieben Grundpfeiler der Reformen vor. Eine der Reformen sieht vor, dass die Amtszeiten der Ko-Präsidenten, der gewählten Amtsträger sowie der Führungsspitzen von Militär und Polizei von sechs auf sieben Jahre verlängert werden. Die Maßnahmen dienen zudem dem Schutz der nationalen Souveränität und sollen politische Einmischung aus dem Ausland verhindern.
Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Bereiche äußerten ihre Meinungen zu den Verfassungsänderungen, die während der ersten Legislaturperiode verabschiedet wurden. Bei dieser Gelegenheit fand die Konsultation zu Ehren von General Benjamín Zeledón statt, einem Nationalhelden, der im Kampf gegen den US-Interventionismus sein Leben ließ. (La Primerisima, 4. Oktober 2026)
Bismarck-Martínez-Programm: Übergabe von 450 Wohnungen im letzten Quartal 2026
Die Ko-Präsidentin Rosario Murillo gab am 6. Oktober den Zeitplan für die Wohnungsübergaben im Rahmen des Bismarck-Martínez-Programms für das letzte Quartal des Jahres bekannt. Die ersten 100 Wohnungen werden im Oktober an ihre neuen Eigentümer übergeben, gefolgt von einer zweiten Tranche von 50 Wohnungen am 18. November und weiteren 100 am 25. November. Im Dezember werden die Übergaben am 16. mit weiteren 100 Wohnungen fortgesetzt und gipfeln vor Jahresende in einer letzten Tranche von 100 Wohneinheiten, wovon insgesamt 450 neue Familien im ganzen Land profitieren. Murillo betonte, dass dieses soziale und humanitäre Projekt, das in Gedenken an den Helden des Friedens, Bismarck Martínez, ins Leben gerufen wurde, den Einsatz und die harte Arbeit der Familien widerspiegelt, die das Ziel erreicht haben, ein eigenes Zuhause zu besitzen. Siehe Foto: https://radiolaprimerisima.com/2026/10/06/programa-bismarck-martinez-entregara-450-viviendas-en-ultimo-trimestre-del-ano/ (La Primerisima, 6. Oktober 2026)
Nicaragua tritt aus dem PARLACEN aus
Die Ko-Präsidentin Rosario Murillo berichtete: „Am Samstag, dem 3. [Oktober], haben wir die Führung des Zentralamerikanischen Parlaments höflich über die sofortige Kündigung unseres Beitrittsvertrags mit diesem Gremium informiert, das, wie wir bedauerlicherweise feststellen müssen, seine Ziele und Aufgaben zum Wohle der Familien in der gesamten Region nicht erfüllt hat.“…„ Wir können nur zusehen, wie es in dem Kinderreim heißt: „Cartas van, cartas vienen, pasan por el mar y no se detienen.“ [Briefe gehen, Briefe kommen, sie ziehen über das Meer und halten nicht an.] Leider entsprechen diese Briefe, die kommen und gehen, nicht dem, was wir alle brauchen und wollen: Vereinbarungen zur Verbesserung des Lebens unserer Völker, unserer Familien überall und unserer Länder. Von hier aus senden wir wie immer unsere herzlichsten und aufrichtigsten Grüße und Umarmungen an die Völker, Familien und Staaten unseres Mittelamerikas, stets im Vertrauen auf Gott, dass wir eine harmonischere und vielversprechendere Zukunft haben werden. In diesem Prozess, im Einklang mit unserer Souveränität und mit dem gebührenden Respekt gegenüber den benannten Behörden dieser Organisation und den Parlamenten, die weiterhin Mitglieder sind, gehen wir … weiter“, sagte sie. [El Salvador ist im vergangenen Jahr aus dem PARLACEN ausgetreten; Costa Rica und Belize sind keine Mitglieder, sodass nur noch Guatemala, Honduras, Panama und die Dominikanische Republik übrig bleiben. Was den Zentralamerikanischen Gerichtshof betrifft, so ist Nicaragua im vergangenen Jahr aus dem Gerichtshof ausgetreten. Dieser ist nun aufgelöst, da Honduras, El Salvador und Guatemala ihn in diesem Jahr alle verlassen haben.] (Informe Pastran, 5. Oktober 2026)
500 junge Menschen nehmen an der 10. Ausgabe des Hackathon Nicaragua teil
Insgesamt 500 junge Nicaraguaner, organisiert in 100 multidisziplinären Teams, werden sich am 7. und 8. Oktober im Olof-Palme-Kongresszentrum versammeln, um an der Endrunde der 10. Ausgabe des Hackathon Nicaragua 2026 teilzunehmen, dem wichtigsten Technologiemarathon des Landes. Die Veranstalter, koordiniert vom Nationalen Institut für Technologie (INATEC) in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium, dem Nationalen Hochschulrat und dem Netzwerk junger Kommunikatoren, wählten diese 100 Teams aus mehr als 2.000 angemeldeten Teilnehmern aus. Die Arbeitsmethodik basiert auf der Entwicklung von mobilen Anwendungen und Webplattformen, die darauf ausgerichtet sind, Herausforderungen in vorrangigen Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Tourismus, landwirtschaftlicher Entwicklung und kreativen Städten anzugehen.
Jede Gruppe setzt sich aus Mitgliedern mit sich ergänzenden Kompetenzen zusammen, darunter Programmierer, Kommunikationsfachleute und Grafikdesigner, die von Fachleuten aus der nationalen Technologiebranche betreut werden. Am Ende der zwei intensiven Arbeitstage wird eine Jury die Präsentationen bewerten und insgesamt neun Preise vergeben. Viele der in früheren Ausgaben entwickelten Anwendungen werden derzeit in öffentlichen Einrichtungen, privaten Unternehmen und als Instrumente zur bildungsbezogenen Inklusion von Menschen mit Behinderungen eingesetzt. (La Primerisima, 6. Oktober 2026)
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